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| 01.03.2003 - st |
Dona Rosa - Die Stimme Portugals
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Ein Märchen wie aus 1001 Nacht – dies ist die wunderbare Geschichte der blinden Fadosängerin DONA ROSA aus Lissabon, Portugal:
1999 suchte eine Produktionsfirma eine Fadosängerin für die Sendung "Stimmen Gottes" des österreichischen Fernsehens, die in Marrakesch aufgezeichnet werden sollte.
Sie waren sehr überrascht, daß der musikalische Leiter, der bekannte Wiener Künstler und Impressario André Heller, tatsächlich eine blinde Straßensängerin aus Lissabon suchte, deren Stimme einem seiner Mitarbeiter - SHA - dort in der Fußgängerzone zutiefst bewegte und seitdem nicht mehr losgelassen hatte. 1 Jahr später erinnerte er sich an die Sängerin und bat Freunde in Lissabon nachzuforschen, ob die Sängerin dort noch zu finden sei. Und tatsächlich wurde Dona Rosa schließlich ausfindig gemacht.

Wer ist Dona Rosa?
Geboren wurde sie am 1. Februar 1957, ein gesundes Mädchen, das jedoch mit vier Jahren an einer schweren Meningitis erkrankte und dadurch das Augenlicht verlor.
Rosa stammt aus einer vielköpfigen Familie, die sich ihren Lebensunterhalt durch Betteln verdiente, und für die es nicht leicht war, die Tatsache hinzunehmen, daß dieses Mädchen blind bleiben sollte. Es wurde ihr aber, soweit dies die vorhandenen Einrichtungen erlaubten, eine gewisse Ausbildung ermöglicht. Sie lernte Lesen und Schreiben, man brachte ihr bei, einfache manuelle Arbeiten zu verrichten ... und nicht zuletzt lernte sie die traditionellen Lieder Portugals kennen.
Mit der Volljährigkeit fühlte sie, daß es notwendig sei, sich von ihrer Familie zu trennen: als sie zu ihren Eltern nach Ovar in Nordportugal zurückkehren sollte, drehte sie, kaum dort angekommen, noch am Bahnhof um und nahm den nächsten Zug zurück nach Lissabon.
Unterstützt von ebenfalls blinden Obdachlosen lernte sie dort schnell, das Leben auf der Straße zu meistern. Mit Betteln und dem Verkauf von Zeitschriften, Blumen und Lotterielosen hielt sie sich über Wasser, bis ihr eines Tages vorgeschlagen wurde, ihre schöne Stimme doch dazu zu nutzen, sich mit Singen ein Zubrot zu verdienen.
So wuchs in den Straßen Lissabons eine Sängerin heran, die ihr hartes Los in Melodien voller Gefühl verarbeitete und ganz allmählich ein nicht mehr wegzudenkender Teil des Stadtbilds wurde.
Heute singt sie, begleitet von einer Triangel, dem Geschenk einer Freundin, eine Art von Fado, der mehr noch als der traditionelle Fado all das Unglück, das Leid und die Sehnsucht der Ärmsten der Armen nach einem guten Leben, das ihnen wohl immer verwehrt bleiben wird, zum Ausdruck bringt.
Mehr Infos zu Donna Rosa, Konzertdaten und Musik bei JARO Medien |
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